Was ist ein Moderator? Aufgaben, Arten und Erfahrungen aus über 700 Veranstaltungen
Ein Moderator ist ein Gesprächs- und Programmleiter. Das Wort geht auf das lateinische „moderare“ zurück und bedeutet mäßigen, lenken oder leiten. Ein Moderator lenkt Gespräche, hält den roten Faden und verbindet Gäste, Themen, Botschaften und Publikum miteinander.
So lautet die kurze Antwort. In der Praxis steckt aber deutlich mehr dahinter. Ein Moderator begrüßt Gäste, stellt Fragen, hört zu, erklärt Zusammenhänge und sorgt dafür, dass eine Veranstaltung ihr Ziel erreicht. Gleichzeitig muss er aufmerksam bleiben, denn auf einer Bühne läuft nicht immer alles genau nach Plan.
Ich moderiere seit vielen Jahren Veranstaltungen, Messen, Firmenfeiern, Sportevents und Medienformate. Nach über 700 Veranstaltungen weiß ich: Eine gute Moderation fällt nicht dadurch auf, dass der Moderator ständig im Mittelpunkt steht. Sie fällt dadurch auf, dass Menschen gerne zuhören, sich gut aufgehoben fühlen und der Ablauf selbstverständlich wirkt.
Auf einen Blick: Was macht ein Moderator?
- Er bereitet Themen, Gäste, Zielgruppe und Ablauf gemeinsam mit dem Veranstalter vor.
- Er führt als Gastgeber, Gesprächsleiter und Bindeglied durch das Programm.
- Er hört zu, hält den roten Faden und reagiert ruhig auf spontane Änderungen.

Was bedeutet das Wort Moderator?
Der Begriff Moderator kommt aus dem Lateinischen. Das Verb moderare bedeutet sinngemäß mäßigen, lenken oder leiten. Darin steckt bereits ein wichtiger Teil der Aufgabe: Ein Moderator sorgt für Orientierung, ohne alles an sich zu reißen.
Je nach Format kann das sehr unterschiedlich aussehen. Bei einer Gala verbindet er die Programmpunkte. Auf einer Messe stellt er Produkte vor und führt Interviews. Bei einer Podiumsdiskussion achtet er auf verständliche Fragen und ausgewogene Redezeiten. Im Fernsehen oder in einem Livestream spricht er zusätzlich immer auch für die Zuschauer, die nicht direkt im Raum sitzen.
Für mich ist ein Moderator deshalb Gastgeber, Gesprächsleiter und Bindeglied zugleich. Er verbindet Veranstalter, Gäste, Publikum, Regie und Technik. Er sorgt dafür, dass alle Beteiligten wissen, worum es geht und was als Nächstes passiert.
Welche Aufgaben hat ein Moderator?
Viele Menschen sehen vor allem den Auftritt auf der Bühne. Die Arbeit beginnt jedoch früher. Sie startet beim Briefing, bei der Vorbereitung und bei der Frage, was eine Veranstaltung eigentlich erreichen soll.
Vor der Veranstaltung
Ich kläre mit dem Auftraggeber die Zielgruppe, die wichtigsten Botschaften, Namen und Funktionen der Gäste sowie den Ablaufplan. Auch die Abstimmung mit Regie und Technik gehört dazu. Je besser diese Grundlagen geklärt sind, desto freier kann ich später moderieren.
Während der Veranstaltung
Auf der Bühne begrüße ich das Publikum, leite zu Beiträgen über, führe Interviews und behalte Zeit und Stimmung im Blick. Ich muss zuhören und zugleich wissen, was als Nächstes kommt. Wenn sich etwas ändert, braucht es Spontaneität und einen guten Plan B.
Nach der Veranstaltung
Je nach Projekt gehören ein kurzer Austausch mit dem Veranstalter, Rückmeldungen aus der Regie oder eine Nachbesprechung dazu. Was hat besonders gut funktioniert? Wo können Ablauf, Übergaben oder Zeitplanung beim nächsten Mal noch besser werden?
Manuskript oder freie Moderation?
Ein guter Moderator kennt den Ablauf, hängt aber nicht hilflos an ihm fest. Ich arbeite auf der Bühne gerne mit übersichtlichen Stichwortkarten. Darauf stehen Namen, Zeiten, Kernfragen und wichtige Übergänge. Das gibt Sicherheit und lässt trotzdem Raum für echte Gespräche. Ein vollständig ausformulierter Text klingt schnell abgelesen. Ganz ohne Vorbereitung zu arbeiten wäre dagegen unnötig riskant.
Welche Arten von Moderation gibt es?
Das Wort Moderator wird für sehr unterschiedliche Aufgaben verwendet. Ein Fernsehmoderator arbeitet anders als ein Messemoderator und eine Workshop-Moderation verfolgt ein anderes Ziel als eine Gala. Die wichtigsten Unterschiede zeigt diese Übersicht:
| Moderationsart | Kernfokus | Wichtige Fähigkeit | Typisches Ziel |
|---|---|---|---|
| Event- und Galamoderation | Programm, Gäste und Atmosphäre verbinden | Präsenz, Timing und Gastfreundschaft | Ein stimmiger und wertiger Veranstaltungsabend |
| Messemoderation | Produkte erklären und Besucher aktivieren | Klare Sprache, Spontaneität und Ansprache | Aufmerksamkeit und qualifizierte Gespräche am Stand |
| Podiumsdiskussion | Positionen sichtbar und verständlich machen | Aktives Zuhören und Allparteilichkeit | Ein ausgewogenes, erkenntnisreiches Gespräch |
| Workshop und Facilitation | Eine Gruppe durch einen Arbeitsprozess führen | Methodik, Struktur und Ergebnisorientierung | Gemeinsame Lösungen oder Entscheidungen |
| TV-, Online- und Hybridmoderation | Menschen vor Ort und am Bildschirm erreichen | Kamerapräsenz, Präzision und Medienverständnis | Klare Orientierung für ein räumlich getrenntes Publikum |
Auf dem Smartphone lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

Eventmoderator und Veranstaltungsmoderator
Ein Eventmoderator führt live durch Firmenveranstaltungen, Jubiläen, Preisverleihungen, Kongresse oder öffentliche Feste. Er eröffnet die Veranstaltung, kündigt Beiträge an, führt Gespräche und hält den Kontakt zum Publikum.
Ein guter Veranstaltungsmoderator passt sich dem Anlass an. Eine festliche Gala braucht eine andere Sprache als ein sportliches Stadtfest. Entscheidend ist, dass der Moderator nicht einfach sein Standardprogramm abspult, sondern den Charakter der Veranstaltung aufnimmt.
Weitere Informationen finden Sie auf meiner Seite als Event Moderator.
Galamoderator
Bei einer Gala geht es oft um Wertschätzung, besondere Leistungen und eine festliche Atmosphäre. Der Galamoderator führt elegant durch den Abend, ohne steif zu wirken. Er muss Namen und Titel sicher beherrschen, Reden passend einordnen und auch dann ruhig bleiben, wenn sich ein Programmpunkt verschiebt.
Wichtig ist das richtige Maß. Der Moderator darf unterhalten, soll aber den Anlass und die Menschen auf der Bühne nicht überstrahlen.
Podiumsmoderator
Bei einer Podiumsdiskussion leitet der Moderator ein Gespräch zwischen mehreren Teilnehmern. Er bereitet Themen und Personen gründlich vor, stellt verständliche Fragen und achtet auf ausgewogene Redezeiten.
Oft wird von Neutralität gesprochen. Auf der Bühne passt für mich der Begriff Allparteilichkeit besser: Jeder Gesprächspartner soll fair behandelt werden und seine Position verständlich darstellen können. Das bedeutet nicht, dass der Moderator unkritisch bleibt. Er darf nachfragen, Widersprüche benennen und freundlich unterbrechen, wenn eine Antwort am Thema vorbeigeht.
Workshop-Moderation und Facilitation
In einem Workshop steht nicht die Unterhaltung im Mittelpunkt, sondern der gemeinsame Arbeitsprozess. Der Moderator strukturiert Beiträge, aktiviert die Teilnehmer und hilft einer Gruppe dabei, Ergebnisse zu entwickeln.
Diese Tätigkeit wird häufig auch Facilitation genannt. Sie sollte nicht mit einer unterhaltenden Eventmoderation gleichgesetzt werden. Ein Facilitator bringt Methoden und Struktur ein, während die fachlichen Lösungen möglichst aus der Gruppe selbst entstehen.
Was macht ein Messemoderator?
Ein Messemoderator präsentiert Produkte, führt Interviews mit Fachleuten und spricht Besucher gezielt an. Dabei geht es um Besucheraktivierung und Lead-Generierung, aber nicht um Lautstärke um jeden Preis.
Eine gute Moderation kann dazu beitragen, dass Besucher länger am Messestand bleiben und leichter mit dem Vertrieb ins Gespräch kommen. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten übersetzt der Moderator Fachwissen in eine Sprache, die auch in einer vollen Messehalle schnell verstanden wird.
Der wirtschaftliche Nutzen entsteht nicht durch schöne Worte allein. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Präsentation, Standpersonal und Übergabe: Wer wirklich interessiert ist, soll nach der Moderation den passenden Ansprechpartner finden. So kann die Moderation die Messe-Performance sinnvoll unterstützen, ohne einen Erfolg zu versprechen, den am Ende viele Faktoren beeinflussen.
Wenn Sie einen Moderator für Ihren Stand suchen, finden Sie weitere Informationen auf meiner Seite als Messe Moderator und auf der Seite zum Verkaufsmoderator.

Fernsehmoderator, Livestream und hybride Veranstaltung
Ein Fernsehmoderator führt durch eine Sendung, kündigt Beiträge an und spricht mit Studiogästen. Dabei muss er nicht nur den Gast, sondern auch Kamera, Regie, Einspieler und Sendezeit im Blick behalten. Die Zuschauer zu Hause sollen jederzeit verstehen, wo sie sich im Thema befinden.

Bei einem digitalen oder hybriden Event führt der Moderator durch einen Livestream, ein Webinar oder eine Online-Konferenz. Er muss auch Menschen ansprechen, deren Reaktion er nicht unmittelbar sehen kann. Fragen aus dem Chat, zugeschaltete Gesprächspartner und mögliche Verzögerungen kommen hinzu.
Meine Arbeit als Nachrichtensprecher bei Dach und Holz TV hat mir gezeigt, wie sehr Präzision und Natürlichkeit zusammengehören. Vor der Kamera zählt jedes Wort. Trotzdem darf ein Beitrag nicht klingen, als würde er nur vom Blatt gelesen.
Moderator, Host, Speaker und Facilitator: Was ist der Unterschied?
Moderator oder Host?
Die Begriffe überschneiden sich. Ein Host ist vor allem Gastgeber und häufig das wiedererkennbare Gesicht eines Formats. Ein Moderator übernimmt zusätzlich die inhaltliche Gesprächsführung und strukturiert den Ablauf. In der Praxis kann eine Person beide Rollen ausfüllen.
Moderator oder Speaker?
Ein Speaker hält einen eigenen Vortrag und vermittelt seine Inhalte oder Positionen. Ein Moderator führt durch die Veranstaltung und stellt andere Menschen und Themen in den Mittelpunkt. Auch wenn ein Moderator kurze eigene Passagen spricht, ist er nicht automatisch der Hauptredner.
Moderator oder Facilitator?
Ein Facilitator begleitet Gruppen bei Arbeits- und Entscheidungsprozessen. Ein Bühnenmoderator führt dagegen häufig durch ein bereits geplantes Programm. Beide brauchen Struktur, Aufmerksamkeit und gutes Zuhören; Ziel und Methodik unterscheiden sich jedoch.
Moderation oder Mediation?
Eine Mediation dient der Bearbeitung eines Konflikts und folgt einem eigenen, vertraulichen Verfahren. Eine Moderation kann schwierige Gespräche ordnen, ersetzt aber keine ausgebildete Mediation.
Welche Fähigkeiten braucht ein guter Moderator?
Eine angenehme Stimme und ein sicherer Auftritt sind hilfreich. Sie reichen allein aber nicht aus. Die wichtigsten Fähigkeiten zeigen sich oft in den Momenten, in denen der Moderator gerade nicht spricht.
Gründliche Vorbereitung
Namen, Funktionen, Themen, Zielgruppe und Ablauf müssen stimmen. Vorbereitung schafft die Freiheit, später spontan zu reagieren.
Verständliche Sprache
Ein Moderator übersetzt Fachbegriffe, vermeidet unnötige Umwege und bringt Kernaussagen auf den Punkt.
Aktives Zuhören
Ein gutes Interview entsteht aus der Antwort des Gastes. Wer nur seine vorbereitete Fragenliste abarbeitet, verpasst oft den interessantesten Gedanken.
Einfühlungsvermögen
Nicht jeder Gast steht täglich auf einer Bühne. Ein Moderator gibt Sicherheit und schafft eine Atmosphäre, in der ein echtes Gespräch möglich wird.
Präsenz und Timing
Es geht nicht darum, besonders laut zu sein. Entscheidend sind Körperhaltung, Blickkontakt, Pausen und das richtige Tempo.
Spontaneität und Ruhe
Technik kann ausfallen und Programmpunkte können sich verschieben. Dann muss der Moderator handlungsfähig bleiben, ohne Hektik zu verbreiten.
Neutralität oder Allparteilichkeit?
Bei Diskussionen soll ein Moderator keine Seite bevorzugen. Vollkommen ohne Haltung ist aber kaum jemand. Deshalb finde ich Allparteilichkeit treffender: Ich höre allen Beteiligten aufmerksam zu, behandle sie fair und achte darauf, dass keine Position allein durch Lautstärke dominiert.
Was auf der Bühne wirklich zählt: vier Erfahrungen aus meiner Praxis
Moderation lernt man nicht allein aus einem Lehrbuch. Viele Dinge versteht man erst, wenn vor einem echte Menschen sitzen und plötzlich etwas anders läuft als geplant. Diese vier Situationen sind mir besonders im Gedächtnis geblieben.
Als beim Auftritt des vierfachen Weltmeisters die Musik ausfiel
Bei der Einrad-Freestyle-Convention in Werther war Niklas Wojtek die große Hauptattraktion und der Stargast. Er war damals amtierender vierfacher Einrad-Weltmeister. Vor rund 500 Zuschauern kündigte ich ihn entsprechend groß an. Das Publikum klatschte, es gab tosenden Beifall – und dann sollte seine Show beginnen.
Doch genau in diesem Moment versagte die Musik. Es kam einfach nichts. Ich lief zu ihm und leitete spontan über: „Doch bevor Sie jetzt die Show des vierfachen Weltmeisters sehen, habe ich noch ein paar wichtige Fragen, die das Publikum interessieren.“
Also begann ich ein kurzes Interview. Auf meine Frage, welche sportlichen Ziele er noch habe, antwortete er trocken: „Noch einmal Weltmeister werden.“ Das Publikum lachte laut. Kurz danach bekam ich das Zeichen, dass die Musik wieder funktionierte. Ich kündigte ihn ein zweites Mal an – und anschließend verlief seine Show perfekt.
Genau für solche Momente braucht ein Moderator einen Plan B. Nicht als fertigen Ersatztext, sondern als innere Ruhe, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, aus einer Panne einen guten Moment für das Publikum zu machen.
Vom skeptischen Empfang bis zur Einladung zum Essen
Vor einer Moderation im Modenhaus Löbbers war der Chef zunächst sehr skeptisch. Er zeigte mir vor Beginn sogar den Hinterausgang. Falls die Veranstaltung nicht funktionieren sollte, könne ich dort unauffällig verschwinden. Das war natürlich mit einem Augenzwinkern gesagt, aber seine Sorge war echt.
Nach der Veranstaltung sah die Situation ganz anders aus. Er nahm mich in den Arm und lud mich zum Essen ein. Für mich war das ein schönes Kompliment, gerade weil er vorher so kritisch gewesen war.
Aus dieser Erfahrung habe ich mitgenommen: Ein Moderator gewinnt Vertrauen nicht durch große Versprechen vor dem Auftritt. Er gewinnt es durch seine Arbeit vor Ort.
„In zehn Jahren moderieren Sie Wetten, dass..?“
Auf der CeBIT 2011 kam nach einer Moderation ein Verkaufsleiter von Vodafone zu mir. Er sagte sinngemäß, er würde wetten, dass ich in zehn Jahren „Wetten, dass..?“ moderiere. Seinen Namen möchte ich an dieser Stelle bewusst nicht nennen.
Natürlich ist daraus keine Karriereprognose geworden. Trotzdem habe ich diesen Satz nie vergessen. Er kam spontan von jemandem, der mich gerade live erlebt hatte. Solche Rückmeldungen sind wertvoll, weil sie zeigen, welche Wirkung eine Moderation bei einem Menschen hinterlassen kann.

Vom kleinen Bereich auf die große Bühne
Beim Braunschweiger Trendsporterlebnis begann meine Moderation in einem kleineren Veranstaltungsbereich. Später wechselte ich auf die große Bühne. Dort trafen Sportler, Publikum, Programmpunkte und spontane Gespräche unmittelbar aufeinander.
Ich habe das Trendsporterlebnis 2018 und 2019 moderiert. Gerade solche Veranstaltungen zeigen, dass Moderation nicht nur aus Ankündigungen besteht. Man muss Sportlern Sicherheit geben, Leistungen verständlich einordnen und gleichzeitig die Menschen am Rand des Geschehens mitnehmen.

Öffentliche Veranstaltungen brauchen Nähe zum Publikum
Bei einem Stadtfest, Jubiläum oder Sportevent kommen Menschen oft zufällig vorbei. Sie haben kein Programmheft gelesen und entscheiden innerhalb weniger Augenblicke, ob sie bleiben. Der Moderator muss deshalb schnell verständlich machen, was gerade passiert, und trotzdem respektvoll mit Künstlern, Vereinen und Gästen umgehen.
Bei der 400-Jahr-Feier der Stadt Rodenberg im Jahr 2015 habe ich von einer Arbeitsbühne aus moderiert. Das war eine ungewöhnliche, aber sehr praktische Position: erhöht, gut sichtbar und mitten im öffentlichen Geschehen.
Solche Veranstaltungen liegen mir, weil der direkte Kontakt zum Publikum besonders spürbar ist. Als früherer Stadionsprecher in Paderborn von 2004 bis 2009 habe ich gelernt, Informationen, Stimmung und Sportgeschehen miteinander zu verbinden.

Wie wird man Moderator?
Die Berufsbezeichnung Moderator ist in Deutschland nicht geschützt. Es gibt deshalb nicht den einen vorgeschriebenen Ausbildungsweg. Manche Moderatoren kommen aus Journalismus, Radio oder Fernsehen, andere aus Schauspiel, Kommunikation, Verkauf oder der Veranstaltungsbranche.
Eine Ausbildung oder ein Moderationstraining kann wichtige Grundlagen vermitteln: Sprechen, Interviewführung, Körpersprache, Fragetechnik, Dramaturgie und den Umgang mit Kamera und Mikrofon. Danach braucht es vor allem Praxis. Kleine Bühnen, Vereinsveranstaltungen, Interviews oder eigene Videoformate können gute erste Schritte sein.
Bühnenerfahrung entsteht nur auf der Bühne. Dabei sollte man nicht versuchen, einen bekannten Fernsehmoderator zu kopieren. Eine eigene, glaubwürdige Art ist langfristig wichtiger als eine perfekt nachgeahmte Stimme.
Ebenso wichtig sind Rückmeldungen. Wer sich selbst auf Video sieht, entdeckt schnell Gewohnheiten, die während des Auftritts kaum auffallen: zu viele Füllwörter, unruhige Bewegungen, fehlende Pausen oder einen Blick, der zu selten ins Publikum geht.
Kann künstliche Intelligenz einen Moderator ersetzen?
Künstliche Intelligenz kann Texte formulieren, Informationen ordnen, Untertitel erzeugen oder technische Abläufe unterstützen. Für meine eigene Moderationsvorbereitung nutze ich sie jedoch nicht. Ich bereite mich mit den Informationen des Auftraggebers, eigenen Notizen, Gesprächen und meiner Erfahrung vor.
Eine Live-Moderation besteht nicht nur aus passenden Sätzen. Ein Mensch auf der Bühne erkennt, wenn ein Gast zögert, das Publikum unruhig wird oder ein humorvoller Moment eine kurze Pause braucht. Er sieht Blicke, hört Veränderungen in der Stimme und kann seine nächste Frage daran anpassen.
Ein digitaler Avatar kann ein klar geplantes Format präsentieren. Sobald aber etwas Unerwartetes passiert oder ein echtes Gespräch entsteht, werden Aufmerksamkeit, Empathie und Verantwortung entscheidend. Für mich bleibt die eigentliche Moderation deshalb eine menschliche Aufgabe.
Was kostet ein Moderator?
Das Honorar hängt vom Format und vom Aufwand ab. Eine kurze Eröffnung ist anders zu kalkulieren als eine mehrtägige Messe, eine Gala mit mehreren Vorgesprächen oder eine hybride Konferenz mit umfangreicher Regie.
Wichtige Faktoren sind Termin, Ort, Einsatzdauer, Vorbereitung, Anzahl der Gäste und Interviews, gewünschte Sprache sowie Reise- und Übernachtungskosten. Auch die Frage, ob ein Ablauf bereits steht oder gemeinsam entwickelt werden soll, spielt eine Rolle.
Ein seriöses Angebot sollte transparent zeigen, welche Leistungen enthalten sind. Ein niedriger Bühnenpreis hilft wenig, wenn notwendige Vorbereitung, Reisekosten oder zusätzliche Einsatztage später überraschend dazukommen. Deshalb kläre ich den Bedarf zunächst persönlich und erstelle anschließend ein passendes Angebot.
Eine ausführliche und realistische Orientierung finden Sie auf meiner Seite Was kostet ein Moderator?
Häufige Fragen zum Beruf und zur Aufgabe eines Moderators
Was ist die wichtigste Aufgabe eines Moderators?
Die wichtigste Aufgabe ist, Menschen, Themen und Programmpunkte verständlich miteinander zu verbinden. Der Moderator gibt Orientierung, hält den roten Faden und sorgt dafür, dass das Ziel der Veranstaltung nicht aus dem Blick gerät.
Was ist der Unterschied zwischen Moderator und Redner?
Ein Redner oder Speaker vermittelt vor allem seine eigenen Inhalte. Ein Moderator führt durch das Programm, stellt Fragen, leitet über und rückt andere Personen und Themen in den Mittelpunkt.
Muss ein Moderator neutral sein?
Bei Diskussionen darf er keine Seite bevorzugen. In der Praxis ist Allparteilichkeit ein hilfreicher Begriff: Alle Beteiligten werden fair behandelt, bekommen angemessene Redezeit und werden mit gleicher Aufmerksamkeit gehört.
Liest ein Moderator alles vom Teleprompter ab?
Nein. Je nach Format werden Teleprompter, Manuskript oder Stichwortkarten eingesetzt. Für Live-Veranstaltungen sind übersichtliche Stichpunkte oft sinnvoll, weil sie Sicherheit geben und zugleich ein natürliches Gespräch ermöglichen.
Was macht ein Moderator bei einer technischen Panne?
Er bleibt ruhig, informiert das Publikum nur so weit wie nötig und überbrückt die Zeit passend zum Anlass. Das kann mit einem spontanen Gespräch, einer Frage ans Publikum oder einem vorgezogenen Programmpunkt geschehen.
Wie bereitet sich ein Moderator vor?
Er klärt Ziel, Zielgruppe, Ablauf, Namen, Themen und technische Rahmenbedingungen. Für Interviews recherchiert er die Gesprächspartner und entwickelt Kernfragen, bleibt im Gespräch aber offen für interessante Antworten.
Ist Moderator eine geschützte Berufsbezeichnung?
Nein. Die Berufsbezeichnung Moderator ist in Deutschland nicht geschützt. Umso wichtiger sind nachweisbare Erfahrung, Arbeitsproben, gute Vorbereitung und verlässliche Referenzen.
Wann sollte man einen professionellen Moderator buchen?
Ein professioneller Moderator ist besonders sinnvoll, wenn mehrere Programmpunkte verbunden, Gespräche geführt, komplexe Inhalte erklärt oder spontane Änderungen sicher aufgefangen werden müssen. Auch bei wichtigen Firmenveranstaltungen schafft eine unabhängige Person auf der Bühne Entlastung für das interne Team.
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